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Über uns

Das kleine Dorf Vitanje (478 m ü. NN) liegt in einem Becken unten Pohorje (dem Bachergebirge). Das ganze Gebiet dehnt sich über das westliche Bergland Pohorje bis zu den Karawankenvorbergen aus. Der höchste Berg ist Rogla (1570 m ü. NN), wo sich auch ein atemberaubendes Skigebiet befindet. In der Nähe befinden sich auch noch andere Berge, wie Kraguljščica (1454 m ü. NN), Turna (1463 m ü. NN) und Volovice nad Glažutsko planino (1455 m ü. NN). Hier befinden sich auch zahlreiche Quellen der Gebirgsbäche, die einen wichtigen Anteil des ortsansässigen Trinkwassers darstellen. Das Gebiet ist sehr dünn besiedelt und deswegen demographisch gefährdet. Die Umgebung ist mit den Mischwäldern bedeckt, die eine hochwertige Holzquelle darstellen. Früher waren sie überwiegen mit Buche bewaldet, jetzt mit Fichte. So war der Wald den Einwohnern schon damals ein Erwerbsmittel.
Vitanje war schon in den Römerzeiten besiedelt und erweist so ein reiches Kultur- und Geschichtserbe. Als Marktflecken wird es zum ersten Mal schon in dem 12. Jh. erwähnt. Es befindet sich an einer bedeutenden alten Kreuzung zwischen Ostslowenien und Koroška. In der Nähe befindet sich auch ein Marmorvorkommen, wo der gewonnene Stein für Türschwellen der alten Häusern und Grabsteine benutzt wurde. Slowenen besiedelten diese Region in dem 6. Jh. Der Ort wurde zu einem Verwaltungspunkt und daraus stammen auch die Herrschaften aus Vitanje, die sich zwei Burgen bauen ließen. Die alte Burg, deren Besitzer die Familie Golaž war, wurde schon in 1140 erwähnt und liegt auf einem Steilhang im südlichen Ortsteil. Nach 1680 wurde sie vernichtet und heute sind nur noch die Ruinen zu sehen. Die neue Burg, die der Familie Krajnik gehörte, wurde auf dem Hügel im südöstlichen Ortsteil erbaut und wurde in Schriften 1322 zum ersten Mal erwähnt. Auch diese Burg fand kein gutes Ende – sie wurde 1790 niedergebrannt.
Das Wappen der Herrschaften aus Vitanje hat die damalige Gemeinde übernommen. Es enthält drei Muscheln, die, der Legende nach, das Bestehen von einem See bestätigen. Der ursprüngliche Ort entstand um die Kirche St. Peter und Paul, und hat sich dann später um den Bischofspalast erweitert. 1306 hat Vitanje das Marktrecht erhalten und sich in ein starkes Handels- und Gewerbepunkt entwickelt. Die Umgebung bewahrte aber den ländlichen Charakter. In dem 17. Jh. wurden die ersten Hammerwerke und Glashütten gebaut. Nach dem Aufbau der Eisenbahn und Straßen, die um Vitanje herumführten, verlor das Dorf an der Bedeutung und begann sich rückläufig zu entwickeln. Heute sehen wir diesen Rücklauf als einen Vorzug an, denn was geblieben ist, ist unversehrte und reine Natur. In der nahegelegenen Umgebung gibt es fast keine Industrie; es gibt nur die Fabriken Unior (Werkzeug) und Kovinar (Schmiedehandwerk). In Vitanje stehen 5 Kirchen: die Hauptkirche St. Peter und Paul, die Heilige Mutter Kirche auf dem Hügel Hriberca, die Kirchen des Heiligen Veit in Hudinja, der Heiligen Margaret in Spodnji Dolič und des Heiligen Antonius in Brezen. In der Nähe gibt es noch mehrere Bildstöcke und Kreuze.
Jedes Jahr verläuft im August die traditionelle Veranstaltung Holzerija, bei der die alten Bräuche wieder belebt werden. Bei den zahlreichen Sehenswürdigkeiten und der wunderschönen Natur wird jemandem nie langweilig, obwohl man immer wieder zurückkommt.

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